Der Stopover-Klassiker: Dubai – VAE
Die Wüstenmetropole Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt für Verbindungen zwischen Europa und anderen Kontinenten sehr verkehrsgünstig – ist es doch das Drehkreuz einer der größten Airlines der Welt. Für den Rückflug aus Südafrika nach Deutschland haben wir einen guten Deal bei Emirates gefunden – und konnten so einen Stopover in den Vereinigten Arabischen Emiraten einlegen.
Was wir in den 21 Stunden alles erlebt haben, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Nach einem sehr angenehmen Nachtflug von Kapstadt landeten wir gegen 5:30 Uhr morgens am Dubai International Airport DXB. Etwas müde von den vergangenen Wochen in Südafrika, aber dennoch erwartungsvoll auf diesen letzten Zwischenstopp, erhielten wir unsere Einreisestempel und noch dazu eine kostenlose SIM-Karte für Touristen – eine nette Marketingaktion, die uns tatsächlich den Tag rettete, denn sämtliche E-SIMs waren nicht verfügbar.
Wir hatten uns für den heutigen Tag einiges vorgenommen – wir wollten ein paar Sehenswürdigkeiten, wie den Burj Khalifa und den Miracle Garden besuchen und natürlich Caches finden. Hier legten wir vor allem auf unterschiedliche Cachetypen wert und veranstalteten daher am Abend ein kleines Event am Fuße des Burj.
Nach dem unkomplizierten Kauf der Metro-Tickets konnten wir die Fahrt gen Dubai Marina antreten. Dubai ist größer als wir uns vorgestellt hatten und die Fahrzeiten von A nach B sind schon relativ lang. Die Fahrt vom Flughafen zur Marina im Süden der Stadt dauerte fast eine Stunde – und das in der perfekten Pendlerzeit. Den Kaffee hatten wir uns dann verdient und konnten mit einem Tradi nebenan den Länderpunkt sicher einloggen.
Die Marina selbst ist schon ziemlich sehenswert – wo sonst kann man mit seiner Yacht inmitten von Wolkenkratzern anlegen?
Wenn man das erste Mal in so einer Weltmetropole ist, haut einen der erste Anblick schon um – überall Wolkenkratzer, Kräne, 10-spurige Autobahnen. Auf den zweiten Blick war Dubai für uns vor allem eins: Ungepflegt. Auch wenn es überall etwas glitzert und blinkt, ist es auch ziemlich in die Jahre gekommen und hat irgendwie einen „altbackenen“ Eindruck gemacht. Die besten Jahre scheint diese Stadt hinter sich zu haben. Das hätten wir so nicht erwartet und ist schon ein erheblicher Unterschied zu den asiatischen Metropolen, die wir kennen, wie z.B. Kuala Lumpur oder Singapur.



Nach dem Frühstück in der Marina fuhren wir mit Metro und Bus von Cache zu Cache und besuchten zwischendurch den wirklich toll angelegten Miracle Garden, wo man einen mit Blumen besetzten A380 in Originalgröße bestaunen kann. Hier ist der Größenwahnsinn spürbar, wie an vielen Orten im Emirat. Hübsch anzusehen ist es natürlich trotzdem.
Bei den Caches in Dubai wurde der Größenwahn wohl allerdings nicht umgesetzt – denn wirklich besonders war hier keine Dose, die wir an diesem Tag gefunden haben. Dennoch kann man sich während eines Stopovers hier gut mit Geocaching beschäftigen.
Etwas traditioneller sollte es auf den Souks – den Märkten – zugehen. Hier wird von Gewürzen über Touri-Ramsch bis hin zu Gold und Juwelen alles verkauft. Wir schlenderten hier etwas durch die Gassen und loggten noch einen Earthcache am Wasser.
Am frühen Abend waren wir von der Hitze und vom vorherigen Nachtflug etwas geschafft und haben uns zur Abkühlung auf den Weg zur Dubai Mall gemacht. Hier, im größten Einkaufszentrum der Welt, haben wir einen coolen Earthcache geloggt und sind natürlich auch etwas durch die Läden geschlendert. Rund um die Mall und den Burj Khalifa – sozusagen im Stadtzentrum – kann man auf geringer Fläche einige Cachetypen sammeln und somit auch während kürzeren Aufenthalten in Dubai auf die Statistik-Kosten kommen. Für Letterbox, Mystery und Wherigo hat es für uns an diesem Tag leider nicht gereicht.




Der Burj Khalifa ist als Wahrzeichen Dubais natürlich auch auf unserer To-Do-Liste gewesen. Wir haben uns also Tickets besorgt und konnten so die tolle Aussicht auf die Stadt genießen – auch wenn wir nur auf ca. halber Turmhöhe waren. Den Sonnenuntergang haben wir knapp verpasst, das wäre sicher ein tolles Erlebnis gewesen. Es ist schon ziemlich spektakulär, einmal im höchsten Gebäude der Welt zu sein, dennoch haben uns andere Wolkenkratzer besser gefallen, wie z.B. die Petronas Towers in Kuala Lumpur oder die High-Riser Singapurs.
Tipp: Wer nicht lange Anstehen möchte, sollte sich für den Besuch des Gebäudes Fast-Track-Tickets besorgen, mit denen man dann auch noch ein paar Etagen weiter nach oben darf.
Im Anschluss an den Besuch des Burj Khalifa konnten wir bei unserem eigenen Event am Abend den Turm noch einmal von unten bestaunen.



Fazit: Durch seine zentrale Lage auf der Erdkugel (der neue Flughafen in Dubai heißt nicht ohne Grund „World Central“) kommt wohl jeder (Fern)Reisende mal in den Genuss, in Dubai umsteigen zu können. Wenn man dann noch die Zeit mitbringt, aus dem Umstieg einen kleinen Stopover zu machen, eignet sich das für uns Geocacher hervorragend, den Länderpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten einzusammeln und sich nebenbei die Stadt etwas anzusehen. Wer mag, kann natürlich länger hierbleiben oder direkt die Emirate zum Reiseziel erklären.
