Siziliens Highlights – Zu Besuch am Ätna und dem ältesten Cache der Insel

Nachdem wir eine interessante Woche auf Malta verbracht haben, ging es mit dem Flieger weiter nach Sizilien, wo wir uns noch ein Naturphänomen anschauen wollten.

Der Ätna ist mit seinen 3403 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan Europas und zieht jedes Jahr ca. 1,5 Millionen Besucher in seinen Bann.
Da das Hauptaugenmerk dieser Reise auf Malta lag, war unser Aufenthalt auf Sizilien mit drei Nächten eher kurz gewählt. Dies war jedoch für unser Programm vollkommen ausreichend und wir konnten in dieser kurzen Zeit alles sehen, was wir sehen wollten.

Nach einem kurvigen, aber kurzen Inselhüpfer kamen wir am Flughafen von Catania an und warteten nach 30 Minuten Flugzeit geschlagene 2,5 Stunden auf unser Gepäck – Personalmangel sei Dank. Sei es drum – in Catania haben wir nichts weiter verpasst, denn diese Stadt hat uns bis auf die ganz nette Fußgängerzone mit ihren vielen Bars und Restaurants überhaupt nicht gefallen.
Dennoch konnten wir den Abend mit ein paar Tradis und einer leckeren, viel zu großen Pizza gut ausklingen lassen und uns auf den nächsten Tag freuen.


An diesem Tag sollte es zum Ätna gehen. Nach einem typisch italienischen Frühstück mit Gebäck und Espresso machten wir uns mit dem Mietwagen auf den Weg – immer bergauf. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir den Parkplatz an der Talstation der Ätna-Seilbahn.

Für schlappe 80 € bekommt man hier eine Berg-&Talfahrt mit der Seilbahn, eine Fahrt mit dem Allrad-Bus und anschließend eine 1-stündige geführte Bergtour auf 3000 Meter – näher kommt man ohne geführte Expedition nicht an den Gipfel. Dieses Erlebnis war für uns absolut unbezahlbar – und definitiv seinen Preis wert. Außer etwas aufsteigendem Dampf war heute keine vulkanische Aktivität zu vernehmen, doch 10 Tage vor und 3 Tage nach unserem Besuch gab es Ausbrüche.
Genau kann man das gar nicht in Worte fassen, dort oben zu stehen und den Vulkan zu erleben, das muss man einfach selbst gemacht haben. Die Bilder sprechen für sich.


Caches gibt es auf dem Ätna natürlich auch. Der Virtual auf dem Gipfel war für uns zwar unerreichbar, dennoch konnten wir auf 3000 Metern einen Earthcache loggen – das macht man auch nicht allzu oft, wenn man kein Alpinist ist. Weiter unten haben wir uns dann noch zu Fuß auf den Weg zu zwei Tradis gemacht – einen direkt an der Seilbahnstation und einen etwas weiter oben. Während der Cache an der Seilbahnstation sehr schnell und einfach zu finden war, war der Weg zum zweiten Cache sehr viel schwieriger. Von diesem trennten uns einige Höhenmeter und ein recht steiler Hang voller vulkanischem Geröll, in dem man sehr schwer vorankommt. Diesen Fund hatten wir uns wirklich verdient und hatten auch hier nochmal einen guten Blick zum Gipfel.


Jedes tolle Erlebnis ist einmal vorbei, und so ging es voller Eindrücke mit der Seilbahn wieder bergab, wo noch ein weiterer Earthcache an einem älteren Krater auf uns wartete. Für diesen Fund belohnten wir uns wieder typisch italienisch mit Gelato und Espresso, ehe wir endgültig den Weg ins Tal, zurück nach Catania, antraten und am Abend mit Pasta und Vino ausklingen ließen.

Nachdem wir also am Vortag unser Ziel erreicht hatten, widmeten wir den letzten Reisetag noch einmal komplett dem Geocaching und machten uns auf den Weg ins Sizilianische Inland. Dort wartete der älteste Cache der Insel, sowie ein Earthcache mit einer Wertung, die wir noch für die Earthcache-Matrix benötigten.

Nach gut einer Stunde Fahrzeit erreichten wir bei knackigen 30 Grad im Schatten den Ausgangspunkt für die Wanderung zu diesen beiden Caches. Für den Eintritt in diesen Naturpark bezahlt man nichts, muss sich aber in ein Besucherbuch eintragen, damit abends sichergestellt werden kann, dass die Natur ungestört ist.
Wir begannen unseren Abstieg in die Schlucht und konnten auf dem Hinweg schon den Earthcache absolvieren. Am Tiefpunkt der Schlucht war es wunderbar schattig und auch ein bisschen kühler – dennoch hielten wir uns hier nicht weiter auf, denn wir hatten ja noch ein anderes Ziel und Baden im Fluss war sowieso verboten.

Dennoch gab es hier ein kleines Highlight: Eine ca. 1 Meter lange Schlange kreuzte blitzschnell unseren Weg und verschwand wieder hinter dem nächsten Felsen, leider zu schnell für die Kamera. Die anschließende Recherche ergab, dass es sich hier um die auf Sizilien weit verbreitete schwarze Version der Gelbgrünen Zornnatter handelte – für den Menschen vollkommen ungefährlich, wenn man sie in Ruhe lässt. Auf unserer weiteren Wanderung konnten wir noch zwei dieser Exemplare sehen, leider waren auch diese zu flink, um ein Foto von ihnen knipsen zu können.

Von den vielen Geckos auf dem Weg ist uns aber einer vor die Linse gelaufen:


Auf der anderen Seite der Schlucht angekommen, ging es mit dem kostenlosen Naturpark-Shuttle-Service zum Einstieg des nächsten Wanderweges, wo wir uns dann auf die Suche nach dem ältesten Cache der Insel gemacht haben und nach kurzer Suche fündig wurden.


Es ist wirklich jedes einzelne Mal toll, an welche Orte man durch die Oldies geführt wird – wir wurden eigentlich noch nie enttäuscht. So auch hier – man kommt in eine alte Höhlensiedlung und erwartet eigentlich jeden Moment, dass man von einem Höhlenbewohner zum Grillen am offenen Feuer eingeladen wird.

Mangels Alternativen ging es den gleichen Weg zurück, was auf den letzten Metern aufgrund der Hitze wirklich recht beschwerlich war. Glücklich und zufrieden – aufgrund der zwei Funde und des tollen Naturerlebnisses auf der Wanderung durch die Schlucht – kamen wir wieder am Auto an und konnten den Rückweg nach Catania antreten.

Nach einem weiteren leckeren italienischen Abendessen ging es am nächsten Morgen zurück nach Deutschland und damit war auch diese Reise vorbei.

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